RKC II – Ein Erlebnis

Seit drei Wochen bin ich jetzt wieder zu Hause und langsam hat sich das Erlebnis gesetzt. Der RKC II war mein insgesamt vierter Dragondoor Workshop. Der erste war der allseits gefürchtete RKC, dank meiner hervorragend Vorbereitung durch Robert Rimoczi (RKC II), konnte ich trotz der sprichwörtlichen Intensität dieser drei Tage eine unglaubliche Menge an Informationen mit nach Hause nehmen. Das war 2010. Im Frühjahr 2011 flog ich nach Minneapolis zum CK-FMS mit Gray Cook und Brett Jones. Endgültig angefixt, konnte ich es mir nicht verkneifen im Oktober 2011 noch einmal nach Minneapolis zu fliegen – für den ersten Bodyweight Workshop mit Pavel, Mark Reifkind und Max Shank.

Am 15. Juni dieses Jahres fand ich mich dann wieder auf einem Dragondoor Workshop – diesmal der legendäre RKC II. Von den anderen beiden exklusiven RKC Kursen, kannte ich bereits die im Vergleich zum ersten Workshop etwas gelöstere Atmosphäre. Wer beim RKC Instruktor Kurs die Bereitschaft, hart an sich selbst zu arbeiten gezeigt hat, muss das in den folgenden Kursen nicht mehr in diesem Maße tun. Was nicht heißen soll, dass die Workshops einfach wären oder man nicht tiefgreifende Kenntnisse der jeweiligen Kursthemen unter Beweis stellen müsste.

Ich bin jedes Mal überrascht, wie es gelingen kann, in nur drei Tagen eine solche Menge an Wissen und vor allem ein so tiefgreifendes Verständnis zu vermitteln. Ich habe in jedem Workshop (außer dem theorielastigen CK-FMS) eine neue persönliche Bestleistung aufgestellt – trotz der Müdigkeit, die bei einem 3 × 8 h Sportworkshop auch mit bester Vorbereitung nicht vermeidbar ist.

Die Inhalte des RKC II:

  • Der Klimmzug – eine der großen klassischen Übungen. Hier in einer Detailtiefe vorgetragen, die mir ermöglicht hat, am dritten Tag des Workshops den Klimmzug mit der 24 Kilo Kettlebell erfolgreich zu absolvieren – zum ersten Mal in meinem Leben.
  • Die Pistol – eine Übung, die Kraft, Beweglichkeit und Stabilität in hohem maß fördert – und fordert. Sich mit einer Kettlebell in der Hand auf einem Bein in eine tiefe Kniebeugen hinunter zu lassen, ohne dass das andere Bein den Fußboden berührt, braucht etwas Übung. Einmal gemeistert ist sie ein hervorragendes Werkzeug die Beine zu kräftigen ohne Gefahr zu laufen dadurch steife Knie und Hüfte zu bekommen.
  • Der Push Press – ein unterstützter Press, der es möglich macht, mit wirklich schweren Kettlebells zu arbeiten.
  • Der Jerk – ein dynamischer Press, bei dem die Kraft hauptsächlich aus den Beinen kommt, und der deswegen große Wiederholungszahlen zulässt.
  • Die Windmill – eine Übung ,die vor allem die seitlichen Bauchmuskeln und die Stabilität des Rumpfes bei einer seitlichen Belastung schult.
  • Der Bent Press – technisch sehr anspruchsvoll, es ist möglich bei diesem Press größere Gewichte zu bewegen, als bei jedem anderen Überkopf-Press.

All diese Übungen sind natürlich sehr fortgeschritten, brauchen also eine gewisse Erfahrung, bevor sie erlernt werden können. Für mich sind es nicht diese Übungen, die den Wert dieses Workshops ausmachen, es ist vielmehr das tiefere Verständnis des allgemeinen Trainingslehre das vermittelt wird. Schon mit den ersten sechs Übungen Swing, TGU, Squat, Clean, Press und Snatch lassen sich für lange Zeit beeindruckende Trainingsergebnisse erzielt. Auch jetzt, nachdem ich diesen neuen Übungen erlernt habe, verbringe ich weiterhin den Großteil meines Trainings mit dem Swing.

Wie bei jedem Workshop: ich habe jede Menge interessanter Menschen kennen gelernt aus den verschiedensten Teilen der Welt. Aus ganz Europa, Korea, Australien natürlich den USA sind Kandidaten nach Italien gekommen, um ihren Instruktorenschein zu erwerben. Was die RKC für mich so besonders macht, ist das sie so viele spannende und qualifizierte Leute anzieht. Nur wer wirklich bereit ist an sich selbst zu arbeiten, schafft es die Voraussetzungen für die Workshops zu erfüllen.

Für mich war der Workshop ein unglaubliches Erlebnis, ich habe sehr viel gelernt und viele neue Anreize für mein eigenes Training und auch das meiner Schüler bekommen.

Bei den abschließenden Tests war ich erfolgreich, wenn ich auch den Krafttest – den einarmigen Press einer Kettlebell mit halbem Körpergewicht – nicht geschafft habe. Das gibt mir ein Ziel, auf das ich die nächsten zwei Monate hinarbeiten kann, um den Press nachzuliefern. Spätestens Ende August möchte ich die 44 Kilo Kettlebell erfolgreich drücken können – und damit die Voraussetzungen für meine Zertifizierung erfüllen.

 

Willst Du auch dabei sein?

http://www.kettlebellshop.de/kurs/kettlebell-instruktor.html

About Florian

Als einer der ersten RKC Kettlebell Instruktoren in Deutschland ist Florian ständig dabei seine Fertigkeiten im Umgang mit der Kettlebell und sein Wissen zu erweitern. Im vorliegenden Blog berichtet er sein seit 2012 von seinen Erfahrungen und gibt Tipps für den Umgang mit der Eisenkugel, fürs eigene Training und vieles mehr.

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